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Android Stock ROM (Google Play Edition) auf Samsung Galaxy S4

Nexus SEigentlich bevorzuge ich Geräte der Nexus Klasse wenn es um Smartphones geht. Es gibt aber auch immer wieder Vorteile bei den Geräten der verschiedenen Hersteller. Am meisten genannt wird z.B. der SD Kartenslot oder der austauschbare Akku. Ein Vorteil von Samsung war auch immer, dass sie rSAP beherrscht haben. Zwingend notwendig wenn man eine etwas ältere Freisprecheinrichtung von Volkswagen/Audi/Skoda hatte (so wie ich in meinem 2008er Golf 5).

Als ich eine Alternative für mein Galaxy S2 suchte war das Nexus 4 gerade aktuell. Die Glasoberfläche war für mich aber ein absolutes No-Go. Von Samsung war das Galaxy S4, welches in vielen Tests hervorragend abschnitt, in aller Munde. Wenn da nur nicht wieder das Touchwiz ROM wäre. Ein paar Funktionen sind ja wirklich brauchbar, aber das meiste davon brauche ich nie. Ich könnte also gut darauf verzichten. Für rSAP gibt es seit längerem eine App, die diese Funktion bei verschiedenen anderen ROMs nachrüsten kann.

Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen, der über eine Google Play Edition berichtet hat. Dort wurde berichtet, dass das Galaxy S4 LTE (i9505) in den USA mit einem Stock Android ROM verkauft wird. Was war also nahe liegender, als aus dem S4 ein Nexus zu machen – inkl. SD Kartenslot und austauschbarem Akku? Vor zwei Wochen wurde auf XDA die Android 4.4 Version der Play Edition für das S4 released. Und ich habe mich daran gemacht das Ganze auf meinen S4 auszuprobieren.

Was braucht man?

  • Ein Samsung Galaxy S4 mit LTE (i9505)
  • Root Zugang
  • Ein Recovery ROM
  • Die passende Google Play Edition Firmware
  • USB Debugging Mode aktiviert
  • Das Programm Odin

Als erstes schalten wir den USB Debugging Modus ein. Ein passendes Video dazu gibt es auf Youtube. Parallel dazu können wir das Programm Odin über das XDA Forum beziehen. Damit flasht man den Root Kernel und das Recovery ROM auf dem Smartphone. Wir beginnen mit dem Root Kernel. Auch dazu gibt es ein Video auf Youtube. Den passenden Root Kernel gibt es ebenfalls im XDA Forum. Nachdem wir den Root Zugang haben, können wir das Recovery ROM über Odin installieren. Das Recovery ROM ermöglicht es uns ein Backup des gesamtem ROMs anzulegen und natürlich auch unsere Play Edition von Android 4.4 aka Kitkat zu intallieren. Wie nicht anders zu erwarten gibt es die Infos zum Recovery ebenfalls im XDA Forum und natürlich auf Youtube. Als letzten Schritt bringen wir das Smartphone in den Recovery Modus und installieren die Google Play Edition. Wie das geht? Wer hätte es gedacht: Siehe XDA Forum und Youtube 🙂

Viel Spaß mit Android 4.4 und dem Stock ROM auf dem S4!

rSAP mit Samsung Galaxy S4

Nexus SIch habe mir das neue Samsung Galaxy S4 LTE (GT-I9505) als Nachfolger für mein S2 gegönnt. Beim S2 war rSAP mit meiner Premium FSE im Golf mit Modelljahr 2008 kein großes Problem. Beim S4 scheint es da doch einige Probleme zu geben. Ich habe jetzt diverse Firmware Versionen probiert (aktuell XXUDMH5) und ich bekomme es nicht hin, dass sich das Phone mit der FSE dauerhaft koppelt.

Bei älteren Firmware Versionen brach die Kopplung beim Synchronisieren des Telefonbuchs ab, bei der aktuellen Firmware scheint es erst gar nicht so weit zu kommen. Kurz nach Eingabe der SIM-Karten PIN bricht die Verbindung mit der Meldung „Kein kompatibles Gerät gefunden“ zusammen – obwohl vorher noch der Remote SIM Modus im Telefon angezeigt wurde.

Edit: Nachdem ich die Kopplung sowohl im Auto als auch im Phone gelöscht habe, kommt es mit der XXUDMH5 Firmware wenigstens zu einer stabilen Verbindung. Beim Synchronisieren des Telefonbuchs bricht die Kopplung aber zusammen. Da scheint es also noch ein Problem mit dieser Funktion zu geben. Zum Glück, für diejenigen, die das nicht unbedingt brauchen, kann man die Kopplung des Telefonbuchs aber dauerhaft unterbinden. So bleibt wenigstens die Freisprechfunktion erhalten.

Für Hinweise zur Lösung des Problems wäre ich dankbar 🙂

Update: Mit Jelly Bean Firmware 4.3 (I9505XXUEMJ5) für das GT-I9505 bleibt alles beim Alten.

Anker Uspeed USB3.0 Hub

Ich wollte für meinen Schreibtisch einen USB3.0 Hub bestellen und bin nach ein wenig Recherche auf den Anker Uspeed 7-Port Hub gekommen. Als der Hub geliefert und angeschlossen wurde, tat sich aber erst mal nicht viel. Dass es noch keine endgültige USB 3 Zertifizierung für Hubs gibt, war mir bekannt. Aber NIX war dann doch ein bisschen weniger als erwartet. Erster Ansatz war alle Treiber zu aktualisieren: Intel Chipsatztreiber, Intel USB 3.0 Treiber und, weil sich da auch nix tat, die Asmedia USB 3.0 Treiber (mein Mainboard hat beides, Intel und Asmedia USB 3 Ports). Anschließend wurde zumindest mal ein Gerät erkannt. Aber so richtig rund lief das immer noch nicht. Auf der Anker Webseite gab es eine neuere Firmware, die ich ebenfalls direkt installierte. Aber auch das brachte keine merkliche Besserung. Ein kurzer Test mit einem USB 3.0 Stick lieferte folgendes Ergebnis:

Ports 1 bis 4: Immerhin etwas mehr als USB 2.0 Speed (38MB/s lesend)
Ports 5 bis 6: Komplett tot. Stick wird nicht erkannt
Port 7: Läuft super. Volle Speed (85MB/s lesend).

Dieses ernüchternde Ergebnis habe ich dem Anker Support geschickt, der sich auch direkt bei mir gemeldet hat:

…vielen Dank fuer Ihre klare Beschreibung des Problems, dies hat meine Analyse sehr vereinfacht. es handelt sich hier wahrscheinlich um einen Defekt eines Chips (2 Chips sind fuer den gesamten Hub, aber jeweils unterschiedliche Ports verantwortlich), sodass wir Ihnen gern kostenlos Ersatz schicken moechten. Koennten Sie mir bitte die SN Nummer unseres Geraets (auf dem Hub) sowie Ihre Bestellnummer schicken? Hat sich Ihre Adresse geaendert? Wir benoetigen den Hub nicht zurueck, bitte entsorgen Sie diesen einfach.

Das Beste an der Sache: Nachdem ich denen SN Nummer und Bestellnummer geschickt hatte, befand sich ein paar Tage später tatsächlich ein neuer Hub in der Post. Zu meiner Freude funktionierte dieser tadellos.
Jetzt kann man da sicher ein paar Verschwörungstheorien aufstellen, aber der Support war mal echt absolut spitze. Jedenfalls würde ich wieder ein Gerät bei denen kaufen.

Airplay mit der Synology Diskstation und Android

Anscheinend war ich doch nicht so richtig gut informiert. Sonst wäre mir nicht entgangen, dass die Synology Diskstation selbst dazu fähig ist, Inhalte über Airplay an entsprechende Empfänger zu streamen. Ich dachte man bräuchte ein Endgerät, dass Airplay-fähig ist. Dem ist aber wie gesagt nicht so. Also kann man auch einfach sein Android Smartphone oder Tablet nehmen und über die DS Audio App der Diskstation sagen, dass sie einen Titel direkt an ein Airplaygerät streamen soll.

Wer sich wundert, dass von Songtexten (Lyrics) nur die ersten paar Zeilen angezeigt werden: Das hat anscheinend rechtliche Gründe. Das standardmäßig installierte Plugin lädt deshalb nicht den gesamten Liedtext ein. Allerdings bin ich bei meiner Suche nach einem Plugin über eine modifizierte Version gestoßen. Damit werden dann auch komplette Songtexte in der Audio App angezeigt.

Bowers & Wilkins A7

Bowers & Wilkens A7

Bowers & Wilkins A7

Oder: Die Suche nach einer passenden Lösung.

Was tun, wenn man ein Wohnzimmer bezieht, in dem zwar viele Steckdosen sind, aber keine an der Stelle, an der man einen Stereo Verstärker aufstellen möchte? Und was tun, wenn die Couch zwar prima an die eine Stelle passt, die beiden großen Canton S8 DC aber so überhaupt gar nicht zur Ausrichtung der neuen Couch passen? Und dann ist da noch das Thema mit den kleinen Kinderhänden, die glitzernde Hochtöner total klasse finden – der Vater aber die Beulen in der Hochtonkalotte total blöd. Dann wird es höchste Zeit sich Gedanken über Alternativen zur klassischen Kombination aus Verstärker und Lautsprechern zu machen.

Ein paar Komponenten waren schon vorhanden und mussten natürlich eingebunden werden:

  • Ein Android (Nexus 7) oder Apple (iPod Touch 1st Gen) Zuspieler
  • Eine Synology Diskstation mit jeder Menge Musik
  • Ein WLAN Netzwerk

Und das wollten wir damit machen:

  • Vorwiegend Radio und Musik in normaler Lautstärke hören.
  • Wenig bis keine sichtbaren Kabel
  • Ab und an auch mal „jute Mucke“

Die Wahl fiel letztendlich auf ein Bowers&Wilkins A7 Wireless Musiksystem. Die Gründe sind einfach: Das A7 sieht, wie ich finde, gut aus, benötigt wenig Fläche und nur eine Steckdose in der Nähe und hat einen guten Klang. Außerdem kann man es kabellos über Airplay mit Musik füttern – in meinem Fall mit Hilfe der DS Audio App mit Musik vom Synology NAS. Ich habe kein anderes System mit diesen Eigenschaften gefunden. Zwar gibt es ein paar Alternativen – sogar günstigere –  aber die meisten davon haben aus meiner Sicht Nachteile. Sind sie günstig, klingen sie blechern, die SONOS Systeme benötigen eigene Wireless Bridges. Sowas schwachsinniges – nicht umsonst habe ich WLAN im ganzen Haus. Wozu dann noch ein zweites Netz nur für das Sonos aufspannen? Mit Bluetooth Systemen ist man wieder räumlich begrenzt weil Player und Musiksystem relativ nah beieinander stehen müssen.
Vielleicht noch eine Aussage zum Klang. Natürlich absolut subjektiv: Mit einem guten Stereosystem in einer ähnlichen Preisklasse kann der A7 natürlich nicht mithalten. Ein gut platziertes Stereosystem klingt einfach besser. Aber: Der A7 klingt gut und gerade bei leiser Musik im Hintergrund sehr klar und stimmig. Das bekommt nicht jedes System hin. Absolut nicht aufdringlich oder bei den Stimmen unverständlich. Um die Nachbarn zu ärgern beherrscht das A7 ebenso gut höhere Pegel. Jedenfalls mehr als notwendig um den Frieden in der Nachbarschaft ernsthaft zu gefährden 😉
Ich muss dazu sagen, dass es mit dem A5 eine deutlich günstigere Variante gibt. Diese hat aber keinen Ethernet Anschluss und auch kein USB DAC integriert. Im Moment nutze ich diese Dinge zwar nicht, aber das kann sich ja ändern. Und dann ist der günstigere Kauf der…ihr kennt den Spruch.
Kleiner Nachteil: Das A7 kann kein 801.11n und auch kein 5GHz WLAN (802.11a). Für ein Gerät dieser Preisklasse absolut unverständlich. Auf den ersten Blick ein eher kleiner Nachteil. Das kann aber in der Innenstadt schon anders aussehen.

Update (14.11.2015): Nach knapp 2 Jahren muss ich sagen, dass mich die schlechte Airplay Umsetzung doch geärgert hat. Es dauert immer, bis das iPad das A7 als Zielgerät anzeigt. Den zugewiesenen Namen vergisst der A7 regelmäßig und die Verbindung ist an manchen Tagen alles andere als stabil. Manchmal findet das iPad den A7 überhaupt nicht oder es kommt einfach keine Audio Verbindung zustande. Dann hilft nur noch ein Reboot vom A7. Ich habe daraufhin einen Airport Express von Apple gebraucht gekauft und den A7 über Klinke daran angeschlossen. Seitdem läuft die Verbindung absolut stabil. Egal welche App, sie findet den Airport auf Anhieb und es gibt keine Abbrüche mehr. Tja, was soll man dazu sagen. Es geht also auch anders liebe B&W Leute…