Archiv der Kategorie: EDV

Airplay mit der Synology Diskstation und Android

Anscheinend war ich doch nicht so richtig gut informiert. Sonst wäre mir nicht entgangen, dass die Synology Diskstation selbst dazu fähig ist, Inhalte über Airplay an entsprechende Empfänger zu streamen. Ich dachte man bräuchte ein Endgerät, dass Airplay-fähig ist. Dem ist aber wie gesagt nicht so. Also kann man auch einfach sein Android Smartphone oder Tablet nehmen und über die DS Audio App der Diskstation sagen, dass sie einen Titel direkt an ein Airplaygerät streamen soll.

Wer sich wundert, dass von Songtexten (Lyrics) nur die ersten paar Zeilen angezeigt werden: Das hat anscheinend rechtliche Gründe. Das standardmäßig installierte Plugin lädt deshalb nicht den gesamten Liedtext ein. Allerdings bin ich bei meiner Suche nach einem Plugin über eine modifizierte Version gestoßen. Damit werden dann auch komplette Songtexte in der Audio App angezeigt.

Andreas Contes goes Jabber

Komische Überschrift für einen Artikel? Was tut man nicht alles um über Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Stichwort: Sprechende URLs. Aber zum Thema. Nachdem Microsoft angekündigt hat den Windows Live Messenger nach Skype zu überführen, hatte ich kein Interesse mehr an dem Instant Messenger Client. Eine gute Alternative musste also her. Und meiner Meinung nach bietet sich dafür ein XMPP Client (auch als Jabber Client bekannt) an.
Als Instant Messaging Client unter Windows 7 fiel meine Wahl auf Pidgin. Für Android teste ich gerade Xabber. Einen Server, auf dem der Account angelegt wird, benötigt man ebenfalls. Ich habe mich spontan für den  Jabber Server des Chaos Computer Club (CCC) entschieden. Der Pidgin Client unterstützt eine „Account creation“ Funktion, mit dessen Hilfe man direkt aus Pidgin heraus einen Account auf dem CCC Server anlegen kann. Wer das mal ausprobieren möchte: Hier gibt es ein Tutorial mit Screenshots wie man Pidgin inkl. einem Account auf dem CCC Server einrichtet. Damit Pidgin unter Windows beim Start ausgeführt wird, muss man in den Plugins die „Pidgin-Windows-Optionen“ konfigurieren. Meine Jabber ID gibts gerne auf Anfrage per Mail 😉

Update: Wer einen Google Mail Account hat, kann diesen natürlich mit seinem favorisierten Messenger nutzen. Xabber wird für Google Talk wie folgt konfiguriert:
Kontotyp: Google Talk
Benutzername: Der Teil vor @googlemail.com bzw. gmail.com
Servername: googlemail.com
Server: talk.google.com
Port: 5222
Der Rest kann so bleiben wie er ist.

Google Talk für Android nutzt TCP 5228 für seine Client – Server Kommunikation. Wer in seiner Firma das Pech hat, dass an der Firewall nur die Standardports für XMPP frei sind (TCP 5222 und TCP 5223), der hat mit Google Talk das nachsehen im Firmen WLAN. Da Xabber aber auf Port 5222 mit dem Google Talk Server spricht, kann man trotzdem seine üblichen Kontakte ansprechen.

Update: Google schmeisst XMPP Federation mit der Einführung von Google Hangouts raus. Das finde ich persönlich sehr sehr schade. Damit ist es nicht mehr möglich, dass man Google Hangout Nutzer über XMPP Server anderer Anbieter erreichen kann.

Thermalright Macho HR-02

Jetzt habe ich meinem Ivy Bridge PC doch noch einen neuen CPU Kühler gegönnt. Ganz so einfach war das dann doch nicht. Meine Wahl fiel auf den vielfach empfohlenen Thermalright Macho HR-02. Der Einbau in mein Asus µATX Board war aufgrund der Kühlkörper auf den Spannungswandlern durchaus problematisch. Ein langer Kreuzschraubendreher erleichtert die Montage deutlich. Mit dem mitgelieferten „Schraubenschlüssel“ kommt man nämlich kaum an die Befestigungsschrauben um den Kühlkörper ordentlich zu montieren.

Update: In der Revision A des HR-02 liegt ein ausreichend langer magnetischer Kreuz-schraubendreher dabei. Dadurch wird die Montage natürlich deutlich vereinfacht.

Nach erfolgreicher Installation erfolgte der erste erfolglose Test. Die Fehleranzeige vom Mainboard lieferte Error Code 55 – No Memory detected. Ein paar Hinweise im Netz liefern eine vermeintliche Lösung: Die Schrauben vom Kühlkörper nicht so fest anziehen. Wie ich finde eher ein peinlicher Lösungsansatz. Alternativ könnte es helfen nur ein Speichermodul einzusetzen. Äh, ja. Lange Rede kurzer Sinn: Bei mir hat keines der vorgeschlagenen Lösungsansätze zum Ziel geführt. CMOS Reset, CPU Tausch, Kühler wieder runter, BIOS Update….alles nichs geholfen. Folge: RMA und Ersatz besorgt. Wenigstens das funktionierte aber problemlos.

Das Austauschmodell lief anstandslos. Der Kühler passt samt 140mm Lüfter gerade noch so in das Silverstone Gehäuse. Der Rahmen vom Lüfter touchiert hauchzart die Kingston RAM Module. Das erzeugt aber keine Vibrationen oder ähnliches. Die Regelung der Lüfterdrehzahl erfolgt über den PWM Anschluß am Mainboard. Kühlung und Lautstärke können überzeugen. Wer eine gute und günstige Kühllösung sucht, kann den Macho durchaus in die engere Wahl nehmen. Und Leute mit einem Silverstone TJ08 können sicher sein, dass der Kühler passt.

Upgrade ESXi Whitebox

Core i7Drei Jahre ist es her seit ich meinen ersten ESXi installiert habe. Der Artikel dazu ist mit über 6300 Hits der erfolgreichste auf dieser Seite. Mittlerweile hat sich bei der Hardware viel getan und mein alter Athlon Dualcore mit seinen 8 GB DDR2 RAM ist nicht mehr zeitgemäß. Vor allem der geringe Hauptspeicher war meinem Forschungsdrang oft im Weg weil schon die produktiven VMs einen Großteil davon benötigten. Ein Upgrade des RAMs wäre zwar die einfachste Möglichkeit, aber bei DDR2 ist da nicht viel zu machen und DDR3 RAM bekommt man quasi hinterher geworfen. Die sinnvollste Lösung konnte also nur ein komplett neues System sein. Und das ist natürlich auch die spassigste Variante 🙂

Ich habe mich nach intensiver Recherche für ein System entschieden, das alle aktuellen Virtualisierungsfunktionen wie VT-x und VT-d (Direct I/O) enthält. Intel fasst diese Funktionen (und noch ein paar andere wie TXT und AMT) zu vPro zusammen. Wichtig ist nicht nur eine CPU, sondern auch einen passenden Chipsatz zu wählen. Der Hesteller des Mainboard muss ausserdem die Möglichkeit bieten die Funktionen im BIOS zu aktivieren. Nicht alle Hersteller machen das. Meine Wahl fiel demnach auf diese Hardware:

  • Mainboard: Intel DQ77MK mit Q77 Chipsatz
  • CPU: Intel i7-3770T mit 8 Kernen (4+4) und 2.5 GHz (Turbo bis 3.7 GHz).
  • RAM: 32 GB DDR3-1600
  • Idleverbrauch: 60 Watt und damit 10-20 Watt unter dem des alten Systems.

Die Platten aus dem alten System habe ich direkt an die onboard SATA Anschlüsse angeschlossen. Von den beiden onboard NICs wird nur die 82579L erkannt (für den 82579LM gibt es noch keinen Treiber). Netzteil, Gehäuse und eine Intel 82572EI wurden übernommen.

Update: Seit ESXi 5.5 gibt es auch einen Treiber für die zweite NIC (82579LM).

Als Hypervisor habe ich auf die aktuelle ESXi Version 5.1 gesetzt. Alle VMs liefen auf Anhieb mit einer gefühlten 32 fachen Performance 😉

Für den Hitcouter noch eine kurze Zusammenfassung auf Englisch 😉

Build up an ESXi Whitebox Server with an Quadcore i7 CPU and 32GB RAM. Idle Load is about 60 Watt with 4 SATA Drives attached to onboard SATA Ports.
Specs in detail:

  • Intel i7-3770T Low Voltage CPU
  • Intel DQ77MK Mainboard with Q77 Chipset
  • 32 GB DDR3-1600 RAM
  • Hypervisor ESXi 5.1

Onboard Intel 82579LM onboard NIC with AMT not working with ESXi 5.1, added an Intel 82572EI in the PCIeX1 Slot. Intel 82579L (2nd onboard NIC) working fine.
Questions? Leave a comment or write an email.

Update: Since ESXi 5.5 the onboard NIC 82579LM is supported.

„Ivy Bridge“ PC endlich fertig

Asus Maximus V GeneEtwas länger hat’s gedauert. Blöd wenn man nicht weiß, dass der Verkaufsstart der neuen Ivy Bridge CPUs erst eine Woche nach der offiziellen Vorstellung ist und schon fast alles andere da ist. Sei’s drum, ich musste sowieso noch ein paar Kleinteile bestellen und jetzt ist endlich alles angekommen und verbaut worden.
Die Idee meinen jetzt über 5 Jahre alten Quadcore (Q6600) zu ersetzen irrte schon seit ein paar Monaten in meinem Kopf herum. Er war mir im Idle und unter Last zu laut und zu warm geworden. Allerdings konnte ich mich nie so richtig auf eine passende Plattform für mich einigen. Sandy Bridge CPUs waren schon einige Zeit auf dem Markt und ein hervorragendes Produkt. Allerdings kamen dann langsam die ersten Informationen zur Sandy Bridge-E Plattform (Sockel 2011) heraus. Ich wollte die nächsten Jahre nichts grundlegendes am System ändern und so musste ein performantes System her. Ich liebäugelte mit dem neuen Sockel 2011 und einer Sechskern CPU. Erste Infos bezüglich fehlender nativer USB3 Unterstützung und recht hoher Verlustleistungen unter Last brachten mich zum Umdenken. Je länger ich hin und her überlegte, desto mehr Informationen zum Sandy Bridge Nachfolger, Ivy Bridge, fanden den Weg ins Internet. Basierend auf einem ganz neuen Fertigungsprozess in 22nm versprachen die CPUs auf jeden Fall geringe Verlustleistungen. Die Features deckten ebenfalls meine Anforderungen ab. Ich begann meine Komponentenauswahl basierend auf diesen finalen Voraussetzungen: Viel Power (The Trash Slasher), leise und (relativ) klein:

1. Silverstone TJ08B-E Micro ATX Gehäuse (Test)
2. Asus Maximus V Gene Mainboard (Link)
3. Kingston HyperX Low Voltage RAM 4x4GB (Link)
4. Intel Ivy Bridge i7-3770K CPU (Test)
5. 2 Samsung 830 Series SSDs mit 256GB (Test)
7. Seasonic X-460 Netzteil ohne Lüfter (Test)
8. Lian Li EX-H32B Wechselrahmen für die SSDs
9. LiteOn BH10LS30 Blu-ray Writer
10. EVGA GTX 560Ti Grafikkarte, die ich aus meinem alten Rechner übernommen habe.
11. Upgrade: Später kam noch ein Thermalright Macho MR-02 CPU Kühler dazu (Test)

Eine „normale“ Festplatte habe ich keine mehr im Rechner. Die grösseren Daten liegen auf einer Synology Diskstation.

Probleme gab es kaum. Es war ein bisschen kniffelig den 180mm Lüfter im Gehäuse so einzustellen, wie ich es wollte (im Idle aus, unter Last max. 800rpm). Edit: Irgendwas behindert sich hierbei oder die FanExpert Software hat eine Macke. Jedenfalls werden meine Einstellungen nicht beibehalten. Ich habe daraufhin einen Zalman Fanmate 2 für 6 Euro gekauft und den 180er Lüfter daran angeschlossen. Jetzt dreht er zwar konstant mit ca. 700rpm, aber das ist ok. Der Lüfter ist immer noch ausreichend leise und für Frischluft ist auch gesorgt.
Der Lian Li Wechselrahmen passt nicht so, dass er vorne bündig abschliesst. Er steht 2mm über. Das kann man aber mit ein klein wenig Dremelarbeit in 2 Minuten anpassen (ein Langloch an der passenden Stelle ausfräsen). Es stört aber nicht wirklich. Und das Bios auf dem Mainboard war zu alt (0402) um direkt ein Bild am onboard Ausgang zu liefern. Man braucht kurzfristig eine dedizierte Grafik um ein Bios Update zu machen. Edit: Man kann auch ein BIOS Update ohne Grafikkarte machen: BIOS File in M5G.CAP umbenennen und auf einen FAT32 USB Stick kopieren (am besten <= 4GB). Stick in den ROG Anschluß stecken und rebooten. Dabei den ROG Knopf am Mainboard gedrückt halten bis er anfängt zu blinken. Der Update Vorgang dauert etwas. Wenn der Knopf aufhört zu blinken, reset durchführen.
Das Gesamtsystem ist im Idle unter Windows nahezu unhörbar. Der Verbrauch liegt bei wie ich finde ordentlichen 60 Watt. Dem Mainboard ist dabei sicher einiges verschuldet, aber ich wollte es unbedingt haben. Der Spieltrieb war einfach zu stark und die Konfigurationsmöglichkeiten der Asus ROG Series Mainboards sind quasi unendlich 🙂 Und die Performance ist natürlich klasse. Aus Sicht eines Spielers wäre wahrscheinlich einzig die etwas ältere Grafikkarte zu beanstanden. Aber für meine Spielchen reicht die noch locker aus. Vor allem für Diablo 3…noch 7 Tage ‚til Evil is back 😉