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SMA Energy Meter auswerten

Endlich habe ich es geschafft die Werte des Ende letzten Jahres eingebauten SMA Energy Meter auszuwerten. Dabei gab es gleich zwei Hürden zu nehmen: Zeit und Unwissen 🙂 Wobei das Unwissen die benötigte Zeit in unbekannte Dimensionen trieb. Denn das Programm zur Auswertung der Datenpakete des SMA EM ist in C geschrieben und bis dato wusste ich gerade mal, dass C eine Programmiersprache ist. Dank vieler Google Suchen und Forenpostings konnten die Hürden nach und nach genommen werden und das fertige Produkt erfreut den Frickler aus dem Heim und Hobbybereich – mich 🙂

Das SMA Energy Meter kann sich jeder Haus- und Wohnungsbesitzer in seinen Sicherungsschrank einbauen lassen. Es gibt hier keine zwingende Verbindung mit einer Photovoltaikanlage. Logischerweise wird dann nur der importierte Strom ausgewertet. Für Android und iOS gibt es Apps um sich die Daten in Realtime anzeigen zu lassen.

Wie sieht jetzt das Ergebnis meiner Bastelei aus?

Auswertung der 3 Phasen im Haus

Auswertung Last der 3 Phasen im Haus (15 Minuten)

Der erste Teil visualisiert die Last auf den 3 Phasen im Haus. Für jede Phase (L1, L2 und L3) wird ermittelt, ob Strom von EVU gezogen wird (Import) oder ob Strom „übrig“ ist und zum EVU exportiert wird (Export). Übrig bedeutet, von der Solaranlage erzeugter Strom abzüglich Eigenverbrauch.

Auswertung Import, Export und PV Leistung

Auswertung Import, Export und Solarertrag (15 Minuten)

Aufsummiert ergibt sich dieses Bild. Zusätzlich wird noch die gerade gelieferte Leistung der PV Anlage angezeigt. Die grafische Aufarbeitung übernimmt Highcharts.

Was wurde alles gemacht um das Ergebnis zu erhalten?
1. Ein Programm in C geschrieben, dass die Multicast Pakete vom SMA Energy Meter aufnimmt und in eine SQLite Datenbank schreibt
2. Installation und Konfiguration von SBFSpot, ein Programm zur Auswertung von SMA Wechselrichtern. Die gewonnenen Daten werden ebenfalls in eine SQLite DB geschrieben
3. Erstellung einer Webseite, die die gespeicherten Daten aus der Datenbank ausliest und grafisch darstellt.

Getestet wurde das meiste davon auf einem Raspberry Pi2 (die Quadcore Variante). Das Livesystem ist ein Ubuntu Linux unter ESXi. Der Pollingintervall beträgt 1 Minute. Auf dem Pi hatte ich auch mit 5 Sekunden experimentiert. Lässt man sich dann aber mehrere Tage gleichzeitig anzeigen, dauert die Darstellung von 100.000 Datensätzen recht lange.

ToDo: Optimierung der Webseite um z.B. einzelne Tage auszuwerten. Im Moment kann man sich nur die letzten XYZ Minuten anzeigen lassen.

Mein Dank geht an die Helfer aus dem Computerbase Unterforum für Programmierung, Fefe, Jürgen Wolf für das Buch Linux-Unix Programmierung und EB-Systeme für die Protokollanalyse.

Update: Livedaten

Solarertrag, Export und Import

Solarertrag, Export und Import (12 Stunden)

Selber Bier brauen

Was könnte man Karfreitags besseres machen, als sein eigenes Bier zu brauen? Eben. Zum Eigenbräu führen viele Wege. Ich habe mich für den einfachen Weg entschieden und ein Brauset von Besserbrauer gekauft. Das kostet 75 Euro und enthält die meisten Utensilien, die man zum Brauen benötigt. Meine Wahl fiel auf die Sorte „Hell“. Aus der eigenen Küche benötigt man noch einen, besser zwei große Kochtöpfe (8-10 Liter, hat nicht Jedermann), einen Kochlöffel, einen Messbecher, ein großes grobmaschiges Küchensieb, eine (grammgenaue) Küchenwaage und einen Trichter. Während der Woche Gärung hast Du außerdem Zeit, 12 leere Bierflaschen für die Abfüllung zu sammeln. Ich habe Flensburger (0.33 Liter, Bügelverschluss) benutzt. Wer lieber 0.5 Liter Flaschen nehmen möchte, kann zB. Zischke Kellerbier (gibt es u.a. im Trinkgut) kaufen – ebenfalls mit Bügelverschluss.

Ein ganzer Brautag dauert ungefähr 6 Stunden. Angefangen beim Bereitstellen der Utensilien und endet mit der Reinigung der Küche. Der erste Schritt ist das Anmischen der Maische. Die Malzmischung muss hier unter ständigem Rühren eine Stunde lang auf 67-69 Grad gehalten werden. So erhält man die Bierwürze.

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Nach einer Stunde schöpft man das Malz in ein Sieb und beginnt mit dem Läutern. Hierbei wird die Würze mehrfach durch das Malz im Sieb gegossen um den Restzucker aus dem Malz zu lösen.

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Ist man mit dem Läutern fertig kommen noch 3 Liter Wasser zur Würze dazu und man beginnt mit dem Hopfenkochen. Dazu werden die ca. 6-7 Liter Würze 3 Stunden lang gekocht. Nach einiger Zeit gibt man den Hopfen dazu.

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Der letzte Schritt vor der Gärung ist das Abfüllen in den Gärbehälter, der im Set enthalten ist. Fertig abgefüllt und nach dem Hinzufügen der Hefe sieht das dann so aus. Der Gärspund sorgt dafür, dass das CO2 entweichen kann.

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Die Gärzeit beträgt eine Woche. Die Hefe hat sich am Boden abgesetzt und der Schaum ist verschwunden. Das Bier ist deutlich klarer geworden.

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Hier beginnt jetzt die Flaschenfüllung unter Beimischung von ein wenig Zucker (oder Alternativ Restwürze, die man aufgehoben hat). In den Flaschen muss das Bier 3 Wochen gären. Nach 4 langen Wochen des Wartens darf das erste Glas probiert und genossen werden.

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Ich finde, das kann sich sehen lassen. Und schmecken natürlich auch 🙂

Beam me up Scotty oder Kinnow at home – Epson TW6100W

Letztes Jahr entstand die verrückte Idee das Film und Serienerlebnis im Fernsehzimmer etwas zu intensivieren 🙂 Angeregt durch einen Dokuabend bei Freunden, die ebenfalls eine Leinwand und Beamer ihr Eigen nennen, entstand diese Idee. Später hatten wir die Möglichkeit einen Beamer auszuleihen und in unseren eigenen Räumen zu testen. Das Ergebnis hat uns positiv überrascht und wir stiegen in die Modell und Machbarkeitsrecherche ein.

Unsere Wahl fiel auf einen Epson TW6100W. Wir hatten den 5900 zum Testen bei uns und die Lautstärke fanden wir angenehm und das Bild war gut. Der 6100 sollte beides noch etwas besser können.
Den TW6100W gibt es in zwei Varianten – mit und ohne W. W steht für Wireless. Bei der Wireless Variante wird das Bild drahtlos zum Beamer gefunkt: Wireless HDMI. Dazu liegt dem Beamer ein kleiner Kasten bei, der gleichzeitig als HDMI Switch fungiert. Er hat 5 Eingänge und 2 Ausgänge. Ein Ausgang ist der Wireless HDMI Ausgang, der zweite kann genutzt werden um das Signal an den Fernseher zu schicken. Somit ist man in der Lage jederzeit alle angeschlossenen Quellen entweder am Beamer oder am TV auszugeben. Der Beamer an der Decke braucht jetzt nur noch einen Stromanschluß. Praktischerweise haben wir genau an der Stelle, an der der Beamer hängt, einen (zweiten) Lampenanschluß. Ich musste also nur die Lampe durch eine Steckdose ersetzen.
Wir haben anfangs die weiß gestrichene Raufaser als Leinwand genutzt. Bei hellen Hintergründen, die sich kaum bewegen (bewölkter Himmer z.B) fällt die raue Oberfläche aber auf. Es geht zwar auch so, aber es geht auch besser: Ein netter Kollege hat eine Leinwand aus Malerleinen gebastelt. Das Leinen wurde auf einen Holzrahmen gespannt und mit Leinwandfarbe gestrichen. In die weiße Leinwandfarbe wurde ein Schuss Schwarz gemischt um einen leichten Grauton zu erhalten. Das erhöht den Schwarzwert. Die Materielkosten der Leinwand, 130cm x 230cm, betrugen ca. 100 Euro. Die Diagonale beträgt ca. 2.65m (104 Zoll).

Der Wireless HDMI Switch hat neben dem HDMI Anschluß auch einen Toslink Anschluß. Mir ist es weder über HDMI noch über Toslink gelungen ein 5.1 Signal auszugeben. Egal was ich probiert habe, der Switch hat immer nur Stereo ausgegeben. Dazu hatte ich vorher keinerlei Infos gefunden. Um trotzdem 5.1/DTS Ton zu bekommen musste ich jedes Abspielgerät mit Toslink mit dem AVR verbinden. Das hatte ich mir anders vorgestellt….Wenn jemand eine Idee hat: Immer her damit 🙂

Der Beamer kann auch 3D. Allerdings haben wir das nur mal kurz mit Tim und Struppi angetestet 🙂

 

Android Stock ROM (Google Play Edition) auf Samsung Galaxy S4

Nexus SEigentlich bevorzuge ich Geräte der Nexus Klasse wenn es um Smartphones geht. Es gibt aber auch immer wieder Vorteile bei den Geräten der verschiedenen Hersteller. Am meisten genannt wird z.B. der SD Kartenslot oder der austauschbare Akku. Ein Vorteil von Samsung war auch immer, dass sie rSAP beherrscht haben. Zwingend notwendig wenn man eine etwas ältere Freisprecheinrichtung von Volkswagen/Audi/Skoda hatte (so wie ich in meinem 2008er Golf 5).

Als ich eine Alternative für mein Galaxy S2 suchte war das Nexus 4 gerade aktuell. Die Glasoberfläche war für mich aber ein absolutes No-Go. Von Samsung war das Galaxy S4, welches in vielen Tests hervorragend abschnitt, in aller Munde. Wenn da nur nicht wieder das Touchwiz ROM wäre. Ein paar Funktionen sind ja wirklich brauchbar, aber das meiste davon brauche ich nie. Ich könnte also gut darauf verzichten. Für rSAP gibt es seit längerem eine App, die diese Funktion bei verschiedenen anderen ROMs nachrüsten kann.

Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen, der über eine Google Play Edition berichtet hat. Dort wurde berichtet, dass das Galaxy S4 LTE (i9505) in den USA mit einem Stock Android ROM verkauft wird. Was war also nahe liegender, als aus dem S4 ein Nexus zu machen – inkl. SD Kartenslot und austauschbarem Akku? Vor zwei Wochen wurde auf XDA die Android 4.4 Version der Play Edition für das S4 released. Und ich habe mich daran gemacht das Ganze auf meinen S4 auszuprobieren.

Was braucht man?

  • Ein Samsung Galaxy S4 mit LTE (i9505)
  • Root Zugang
  • Ein Recovery ROM
  • Die passende Google Play Edition Firmware
  • USB Debugging Mode aktiviert
  • Das Programm Odin

Als erstes schalten wir den USB Debugging Modus ein. Ein passendes Video dazu gibt es auf Youtube. Parallel dazu können wir das Programm Odin über das XDA Forum beziehen. Damit flasht man den Root Kernel und das Recovery ROM auf dem Smartphone. Wir beginnen mit dem Root Kernel. Auch dazu gibt es ein Video auf Youtube. Den passenden Root Kernel gibt es ebenfalls im XDA Forum. Nachdem wir den Root Zugang haben, können wir das Recovery ROM über Odin installieren. Das Recovery ROM ermöglicht es uns ein Backup des gesamtem ROMs anzulegen und natürlich auch unsere Play Edition von Android 4.4 aka Kitkat zu intallieren. Wie nicht anders zu erwarten gibt es die Infos zum Recovery ebenfalls im XDA Forum und natürlich auf Youtube. Als letzten Schritt bringen wir das Smartphone in den Recovery Modus und installieren die Google Play Edition. Wie das geht? Wer hätte es gedacht: Siehe XDA Forum und Youtube 🙂

Viel Spaß mit Android 4.4 und dem Stock ROM auf dem S4!